stammb
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Verfasst am: 02.02.2011, 16:07 Titel: Salztomaten |
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Salztomaten
Nein, wir meinen damit nicht, dass Tomaten vor dem Verzehr gesalzen werden sollten, gemeint ist vielmehr das Gießen von Tomatenpflanzen mit salzhaltigem Gießwasser. Die sizilianische Pachino-Tomate wird weltweit als die geschmacklich beste Tomate gehandelt. Angebaut wird sie in Mittelmeernähe und sie wird mit salzhaltigem Grund- und Brunnenwasser gegossen. Die Früchte aus dieser Region zeichnen sich durch angenehm festes Fruchtfleisch und ausgezeichneten Geschmack aus. Kann also durch salzhaltiges Gie߬wasser der Geschmack von Tomaten verbessert werden? In der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Bamberg wurde dazu ein Testversuch angesetzt.
Salztomaten für jeden?
Im Eigenanbau lassen sich die Erkenntnisse aus dem Testversuch ganz einfach umsetzen, aber nicht bei jeder Sorte wird sich eine eindeutige Geschmacksteigerung erkennen lassen. Machen Sie doch Ihren eigenen kleinen Versuch: Die eine Hälfte Ihrer Tomaten mit Salzwasser gießen und die andere mit normalem Gießwasser: Als Erstes die jungen Tomatenpflan¬zen in große Kübel mit mindestens 20 Litern Erdvolumen setzen und diese etwa drei Wochen lang mit normalem Wasser gießen. Nach dieser Zeit ist die Tomate gut eingewurzelt. jetzt kann mit salzhaltigem Gießwasser gegossen werden. Dazu einfach 5 bis 10 g ganz normales Meersalz in warmem Wasser auflösen, in eine Zehn-Liter-Gießkanne geben und diese dann mit Wasser auffüllen. Von nun an die Tomaten immer mir salzhaltigem Gießwasser versorgen, denn nur so wird der Geschmack verbessert. Höhere Salzgaben sind nicht zu empfehlen, sie schädigen die Pflanzen. Auch das Düngen darf nicht vergessen werden, denn Nährstoffe brauchen die „Salztomaten" -wie alle normalen Kulturen - natürlich auch.
Vorsicht: Tomaten im Freiland sollte man in keinem Fall mit Salzwasser gießen, nur Tomaten im Kübel dürfen so behandelt werden! Im Garten kann es zu erheblichen Schwierigkeiten kommt. Gießt man dort mit Salzwasser, leiden Nachfolgekulturen unter Wuchsschwierigkeiten und können sogar absterben, denn nicht jede Pflanze kommt mit hohen Salzkonzentrationen im Boden zurecht.
Quelle: Quer-Beet des Bay. Rundfunk
_________________ Hallo, wir Ursula und Heinz sind naturverbunden und gärtnern, soweit möglich, auf ökologischer Basis. |
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